Die von Krisen geschüttelte Baubranche soll bezahlbaren Wohnraum schaffen, dabei hohe nachhaltige Standards erfüllen und kontinuierlich steigende Baukosten stemmen. Das ist häufig ein kaum zu schaffender Spagat für Unternehmen. Leistungsstarke PVC-Bauprodukte helfen dabei, diese Herausforderungen zu meistern. Sie bieten neben ihrer Langlebigkeit und Robustheit auch die Vorteile geringer Unterhaltskosten und werden nach ihrem Einsatz recycelt.
Anspruchsvolle Fassadenlösungen
Im Breiten- und Profisport sind PVC-beschichtete Gewebe ein beliebtes Material für die Dach- und Fassadengestaltung von Fußball- und Tennisarenen. Aktuelles Beispiel aus der Baubranche ist die ‚ad hoc arena im Ernst-Abbe-Sportfeld‘ in Jena. Das alte Fußballstadion erhielt im Rahmen umfangreicher Umbaumaßnahmen eine Membranfassade aus PVC-beschichtetem Gewebe, die der Sportstätte eine ganz neue Identität verleiht.

Die frisch umgebaute Arena ist Heimstadion des FC Carl Zeiss Jena und bietet heute mehr als 15.000 Zuschauern Platz. Ihre innovative, leicht transparente Textilfassade ist ein echter Blickfang und wurde außen an der Nord- und Südtribüne sowie an den Ecken zur Osttribüne installiert. Bei dem Material handelt es sich um PVC-beschichtetes Polyestergewebe, das sich großflächig und fugenlos verarbeiten lässt. So kam es auch hier auf einer beträchtlichen Fläche von ca. 4.500 Quadratmetern zum Einsatz. Die innovative Membranfassade hat inzwischen von der Jury des Jenaer Fassadenpreises eine Auszeichnung erhalten.
Textile Gebäudehüllen
Die Baubranche setzt auch bei Trag- und Freilufthallen auf die Vorteile des leichten und widerstandsfähigen Materials. Dabei sind sie wesentlich schneller errichtet als traditionelle Festbauten und kosten meist deutlich weniger. Hinzu kommen textile Gebäudehüllen, die sich durch ihre freie Formbarkeit auszeichnen und dadurch vielfältige Gestaltungsoptionen ermöglichen. So wie in einem neuen Sportkomplex aus mehreren Hallen im französischen Nîmes. Hier können 18 Vereine trainieren und bis zu 2.500 Gäste Platz finden.
Gestaltungsvielfalt für die Baubranche
In der südfranzösischen Stadt schafft die Textilfassade aus PVC-beschichtetem Polyester eine expressive Architektur von hoher Gestaltungskraft, die sich auch auf die Vergangenheit von Nîmes als ehemaliges Zentrum der Textilindustrie bezieht. Die wie gewebt wirkende Gebäudehülle wurde in Form einer dreidimensionalen Fassadenskulptur mit kunstvoll drapierten Bahnen umgesetzt, um die kubisch geformten Sporthallen optisch miteinander zu verbinden.

(dieses und Titelfoto Copyright: Serge Ferrari Group/Fotografin: Camille Gharbi)
Bedruckt wurde das Material mit einem grafischen Design des regionalen Künstlers Alain Clément. Es erstreckt sich über die gesamte Fassade und verleiht ihr eine starke Identität. Auch wenn die Hülle sehr leicht wirkt, ist sie doch extrem widerstandsfähig und bietet einen zuverlässigen Schutz vor den herausfordernden klimatischen Bedingungen in Südfrankreich.
Ikonen der textilen Architektur

PVC-beschichtete Gewebe werden in der Baubranche häufig zur Realisierung von Projekten in der textilen Architektur verwendet und verleihen Bauwerken dabei ihr unverwechselbares Erscheinungsbild. Aktuelles Beispiel ist die gerade umgebaute MHP Arena Stuttgart. Hier wurden die fast 25 Jahre alten PVC-beschichteten Membranen großflächig durch neue PVC-Bahnen ersetzt. So erstrahlt das Stadion als bekanntes Stuttgarter Wahrzeichen in neuem Glanz.
Nachhaltige Bodenbeläge
Auch Vinylböden gehören zu den Erfolgsprodukten der PVC-Branche. Dies liegt einerseits an ihrer Pflegeleichtigkeit, Widerstands- und Langlebigkeit: Eigenschaften, die besonders in stark frequentierten Bildungs- und Gesundheitsbauten sehr gefragt sind. Andererseits überzeugt ihr attraktives Erscheinungsbild. Authentische Holzdekore, aber auch Metall- und Steinoptiken erlauben es, Räume immer wieder anders in Szene zu setzen.

Funktionierende Sammel- und Verwertungssyteme
Bei Vinylböden ist die Recyclingfähigkeit ein großer Wettbewerbsvorteil. Manch großer Bodenbelagshersteller hat eigene Rücknahme- und Recyclingsysteme geschaffen, um gebrauchte PVC-Böden und Produktionsreste zu recyceln und wiederzuverwerten. So hat zum Beispiel Gerflor seit Anfang des Jahres 2025 die 1990 gegründete Arbeitsgemeinschaft PVC-Bodenbelag-Recycling (AgPR) aus Troisdorf übernommen und wird diese im Rahmen des eigenen langjährigen Second Life-Recyclingprogramms weiterentwickeln. Bodenbelagsproduzenten leisten damit einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft, die wertvolle Ressourcen schont und eine kontinuierliche Erhöhung des Recyclinganteils bei neuen Böden ermöglicht. So wird die Baubranche immer nachhaltiger.



