Studierende der Hochschule Düsseldorf haben im Rahmen eines Hochschulprojektes eine New-Work-Area mit flexiblem Nutzungskonzept realisiert, zu der auch „The Studio Playground“ gehört. Das von Viktoria Klinger für die Bereiche Co-Working und Präsentationen entworfene Möbelstück besteht unter anderem aus PVC-Rezyklat-Rohren und Resysta-Boards. Ziel des Projektes ist, einen Raum für physische Begegnungen und neue Kontakte in einer flexibel nutzbaren, freundlichen Umgebung zu schaffen.
Multifunktionale Umgebung
Das aktuelle Studierendenprojekt „Systemmöbel-Konzepte für die Kö-Galerie in Düsseldorf“ vom Fachbereich Design der Hochschule Düsseldorf startete unter Leitung von Professor Bernhard Franken und Sebastian Pajakowski Ende Mai 2024. Ziel war die Schaffung eines multifunktional nutzbaren Umfelds für Studierende, in dem nicht nur Lernen und Zusammenarbeit im Mittelpunkt stehen, sondern auch persönliches Wachstum und kreative Entfaltung. So ist der Raum auch unterteilt in verschiedene Bereiche für Ausstellungen, Co-Working, Präsentationen, Erholung und konzentriertes Arbeiten.

Möbelstück mit drei Funktionen
Während drei Workshops wurden Möbelsysteme für die verschiedenen Bereiche konzipiert und entsprechende Prototypen angefertigt. Speziell für die Bereiche Co-Working und Präsentation entwickelte Viktoria Klinger im Rahmen ihrer Masterarbeit das als Stecksystem konzipierte, flexibel einsetzbare Möbelstück „The Studio Playground“. Leicht auf- und abbaubar, besteht es aus drei Grundelementen, die flexibel als Sitzbank, Tisch oder Stehtisch genutzt werden können. Als Materialien verwendete die Studentin Rohspanplatten, Rezyklat-Rohre und UPB Boards von Resysta.

Nachhaltiger Materialmix
Die eingesetzten Materialien eröffnen vielfältige Designmöglichkeiten für Produkte, die sowohl nachhaltige als auch ästhetische und funktionale Ansprüche erfüllen sollen. Die UPB Boards bestehen zu 60 % aus Reishülsen, einem Abfallprodukt der Reisproduktion, sowie zu 40 % aus einem Material, das aus Steinsalz (22 %) und Mineralöl (18 %) hergestellt wird. Das vollständig recycelbare Material reduziert Abfälle, senkt den ökologischen Fußabdruck des Möbelstücks und benötigt außerdem wenig Pflege, da es im Vergleich zu Holz weder splittert noch reißt. Bei dem Möbelstück wurde es zur Gestaltung der Arbeitsflächen verwendet, während die Rohspanplatten aus recyceltem Holz unter anderem als Sitzflächen zum Einsatz kamen.

Recycling-Rohre zur Verbindung
Auch die verwendeten Rohre schonen wertvolle Ressourcen. Das Recycling-Produkt aus geschredderten Visitenkarten hatte die Hundhausen Kunststofftechnik GmbH auf Initiative von AGPU MEDIA bereits für zwei frühere Hochschulprojekte zur Verfügung gestellt. Die Rohre wurden nach den Projekten wieder im Campus eingelagert und nun erneut verwendet. Als stabile Verbindungselemente für die einzelnen Komponenten des multifunktionalen Möbelstücks sind sie ein gutes Beispiel dafür, wie Kreislaufwirtschaft funktionieren kann.



