Innovative Sporthallen wie leichte Traglufthallen sind vielseitig einsetzbar zum Beispiel zur Überdachung diverser Sporteinrichtungen von Tennis bis Beachvolleyball. Auch der Vereins- und Schulsport setzt zunehmend auf ihren Einsatz, lassen sie sich doch sehr schnell errichten und kosten dabei deutlich weniger als konventionelle Festbauten. So ermöglichen die Membrankonstruktionen selbst bei angespannter Haushaltslage ein vielseitiges Sportangebot. Das gilt auch für Freilufthallen, die mit ihren Membran-Überdachungen ein ganzjähriges Training ermöglichen.

Sporthallen für Schwimmbäder
Zunehmender Beliebtheit erfreuen sich die leichten Sporthallen bei öffentlichen Schwimmbädern. Durch die Überdachung von Freibädern können Betreiber die Badesaison bei jeder Witterung auf das ganze Jahr ausdehnen und benötigen dafür kein zusätzliches Hallenbad, dessen Neubau wesentlich teurer wäre. In vielen Fällen sind Leichtbauhallen auch dazu da, vorübergehend Wasserflächen für Vereine und Schulen zur Verfügung zu stellen. So zum Beispiel, wenn andere Bäder saniert oder neu gebaut werden müssen. Bestehende Sprung- und Aufsichtstürme brauchen dazu noch nicht einmal abgebaut zu werden.
Freibad wird zum Hallenbad
In Eschweiler musste das durch die Jahrhundertflut im Ahrtal erheblich beschädigte Hallenbad zwecks Reparatur längere Zeit schließen. Als komfortable Übergangslösung ließ die Stadt deshalb das bestehende Freibad Dürwiß durch eine Traglufthalle von Paranet-Deutschlandüberdachen.

Sie wurde im Oktober 2023 bereits zum zweiten Mal aufgebaut und verlängert die Badesaison über den Sommer hinaus. Die innovative Schwimmhalle wird vom Publikum ausgesprochen gut angenommen. Allein im letzten Jahr kamen fast 25.000 Besucher.
Dreischichtiger Membranaufbau
Die Traglufthallen, die im Innenraum konstant auf eine Temperatur von 28° geheizt werden, bestehen aus einem stabilen, dreischichtigen Membransystem mit einer Lebensdauer von bis zu 25 Jahren. Eine farblich anpassbare PVC-Hauptmembran mit hoher Lichtdurchlässigkeit bildet die Innenschicht. So kann in den Sporthallen selbst an bewölkten Tagen ganz oder teilweise auf zusätzliches künstliches Licht verzichtet werden. Die Mitte des Systems besteht aus mindestens einer Isolationsmembran zur Reduktion der Betriebskosten, die Außenhaut aus einer witterungsbeständigen Folie. Durch diesen Aufbau sind die Hallen wärmegedämmt und gegen Witterung geschützt. Die stützenlosen Hallen werden durch strombetriebene Kompaktgebläse stabilisiert und erwärmt. Mit maßgeschneiderten Systemen für Wärmerückgewinnung, Kraft-Wärme-Kopplung, Absorptions-Wärmepumpen oder BHKW (Blockheizkraftwerk) lassen sich Traglufthallen energieeffizient betreiben. Zusätzliche Standfestigkeit erhalten sie durch eine mit Bodenankern befestigte Drahtseil-Gitterkonstruktion.

Schutz der Bausubstanz
Der Einsatz temporärer Freibad-Überdachungen hat viele Vorteile. Durch die ganzjährige Nutzung der Bäder können mehr Eintrittsgelder generiert werden. Gleichzeitig schützt das Dach die Bausubstanz des Schwimmbeckens samt Ausstattung und reduziert dadurch teure Renovierungen. Auch der geringe Zeitbedarf überzeugt. „Im Unterschied zu herkömmlichen Schwimmbadüberdachungen, die zeitintensive Planungen und Bauarbeiten voraussetzen, sind Traglufthallen in kurzer Zeit errichtet und ermöglichen eine schnelle Inbetriebnahme des überdachten Schwimmbads“, so Sven Schönauer von Paranet-Deutschland. Nach ihrer Demontage können die Sporthallen andernorts wieder aufgebaut und mit einer neuen Ausstattung für andere Zwecke wie zum Beispiel Veranstaltungen oder als Lagerflächen genutzt werden. Die mobilen Überdachungen lassen sich auch kurzfristig als Notunterkünfte für Flüchtende oder hilfsbedürftige Menschen einsetzen, da sie in nur 24 Stunden montiert werden können: eine nachhaltige und sehr flexible Lösung, die den Einsatz von Ressourcen, Zeit und finanziellen Mitteln begrenzt.



