Sogar die Tagesschau berichtete kürzlich zur Prime-Time über die plüschigen Accessoires des Hongkonger Designers Kasing Lung, Labubu, die derzeit weltweit auch bei Erwachsenen einen echten Hype auslösen. Optisch erinnern sie an eine Mischung aus Figuren aus dem Kinderbuch „Wo die wilden Kerle wohnen“ und Monchhichi-Puppen. Sie haben ein breites Grinsen, fletschen dabei ein wenig die Zähne und gucken meist etwas boshaft.

Die Labubus sind voll im Trend. Die Gesichter der kleinen Plüschmonster sind aus PVC gefertigt. Das belegt auch ein Blick auf die Webseite des Herstellers Pop Mart, auf der zahlreiche PVC-Figuren zu finden sind. Laut Forbes-Magazin erreichte eine Labubu-Serie im ersten Halbjahr 2024 einen Umsatz von rund 810 Millionen US-Dollar.
Labubu – Warum das Plüschmonster mit dem Grinsen die Popkultur erobert
Was aussieht wie eine Mischung aus Grinsekatze und Mini-Yeti, ist derzeit der Star in Sammlervitrinen und auf Social Media: Labubu, die Figur des chinesischen Künstlers Kasing Lung, begeistert weltweit nicht nur Kinder, sondern vor allem Erwachsene.
Die kleinen Wesen mit ihrem frechen Grinsen, scharfen Zähnen und schelmischem Blick wirken wie aus einem düsteren Märchen gefallen – irgendwo zwischen „Wo die wilden Kerle wohnen“ und Tim Burton. Doch hinter der verspielten Hülle steckt eine Kultfigur mit künstlerischem Anspruch und Sammlerwert.
Von der Kinderbuchfigur zum Designobjekt
Kasing Lung, ursprünglich Illustrator und Autor von Kinderbüchern aus Hongkong, der in den Niederlanden aufgewachsen ist, erschuf Labubu 2015 als Teil seiner fabelhaften Fabelwesenwelt. Inspiriert von nordischer Mythologie, emotionaler Symbolik und asiatischer Ästhetik, entwarf er Wesen, die niedlich und schelmisch zugleich wirken. Ganz wichtig ist, dass Labubus ein gutes Herz haben.
Diese kleinen Wesen sind Teil seiner Buchreihe „The Monsters“ – einer Sammelserie von Bilderbüchern, die 2015 veröffentlicht wurden. In diesen Geschichten kommt es zu Begegnungen zwischen diesen kleinen Monstern und Menschen. Es sind dabei Figuren mit Charakter, Emotionen und einer symbolischen Tiefe – sie spiegeln Sehnsüchte, Ängste und das Anderssein wieder. Labubus sind dabei eines der zentralen Wesen in dieser Welt.

Was sind Labubus eigentlich? Tiere, Geister oder etwas dazwischen?
Labubu selbst lässt sich schwer einordnen: Die Figur wirkt tierhaft, aber nicht eindeutig. Mit ihren Fellstrukturen, langen Ohren, Reißzähnen und manchmal sogar Hörnern erinnern sie an Fabelwesen, Kobolde oder kindlich verzerrte Tiergeister. Gerade diese Unbestimmtheit scheint der Schlüssel zum Erfolg zu sein: Jeder kann etwas anderes in ihnen sehen – Kindheit, Rebellion, Nostalgie oder einfach nur Designkunst.
Warum der Hype um Labubu gerade jetzt explodiert
Dafür gibt es mehrere Gründe. Obwohl Kasing Lung die Figur Labubu bereits 2015 erschuf, erlebte das Plüschmonster erst Jahre später seinen weltweiten Durchbruch. 2019 kam es zu einer Zusammenarbeit mit dem chinesischen Spielzeughersteller Pop Mart. Systematisch wurde hier ein Markt mithilfe von Influenzen aufgebaut – zuerst in Asien, später Europa. Das interessante dabei ist, dass die Figuren in sogenannten Blind Boxes verkauft werden. Hierbei handelt es sich um kleine und verschlossene Boxen, bei denen man nicht weiß was drin ist. Durch TikTok und Instagram wurde Labubu plötzlich zur viralen Ikone.
2024 wurde der Hype noch einmal durch die thailändische Sägerin „Lisa“ der Musikgruppe Blackpink verstärkt. Bei vielen ihrer Auftritte hatte sie regelmäßig ein Labubu dabei.
Erster Labubu Pop Mart Pop‑Up‑Store in Berlin
Ende Juli 2025 wird in Berlin im Alexa-Shoppingcenter in der Innenstadt der erste Pop Mart Pop‑Up‑Store in Deutschland eröffnet. Sammler und Fans der witzigen Plüschmonster werden hier dann voll auf ihre Kosten kommen, zumal der Hersteller seinen Fokus auf die exklusiveren Labubu-Figuren setzen wird und auch einige Blind-Box-Figuren im Angebot haben wird.
In Europa gibt es Pop Mart Stores bislang nur in Großbritannien, Frankreich, Niederlande, Spanien und Italien.
Fragen & Antworten zum Labubu
Was ist Labubu?
Labubu ist ein fiktives Plüschwesen mit schelmischem Grinsen und Fabelwesen-Optik, das vom Künstler Kasing Lung entworfen wurde. Es ist Teil der Buchreihe „The Monsters“ und wurde später als Sammelfigur bekannt.
Was bedeutet Labubu?
Der Name „Labubu“ hat keine offizielle Übersetzung oder Bedeutung – Kasing Lung wählte ihn als fantasievollen Namen für ein kleines Fabelwesen aus seiner Monster-Welt. Die Figur steht sinnbildlich für das Verspielte, Verträumte und leicht Freche.
Gibt es Labubu-Figuren auch in Deutschland zu kaufen?
Ja, seit Juli 2025 gibt es einen Pop-up-Store von Pop Mart in Berlin. Außerdem sind Figuren über Sammlerplattformen und spezialisierte Shops erhältlich.
Woher kommt Labubu ursprünglich?
Labubu stammt aus der Feder des in Hongkong geborenen Künstlers Kasing Lung. Die Figur erschien erstmals 2015 in seiner Buchreihe „The Monsters“.
Ist Labubu eher für Kinder oder Erwachsene gedacht?
Auch wenn Labubu auf Kinderbuchfiguren basiert, richtet sich der Hype heute stark an Erwachsene – vor allem Sammler, Designfans und Popkultur-Enthusiasten.
Wie viel kostet ein Labubu?
Ein Labubu aus einer Blind Box kostet je nach Edition etwa 10 bis 20 Euro im regulären Handel. Limitierte oder seltene Figuren können im Sammlermarkt deutlich teurer sein – teils über 100 Euro, je nach Zustand, Serie und Verfügbarkeit.
Was kann ein Labubu machen?
Labubu-Figuren sind Sammel- und Dekorationsobjekte – sie haben keinen mechanischen oder elektronischen Nutzen. Ihr „Können“ liegt in ihrem Charakter: Sie stehen für Fantasie, Nostalgie und Individualität. Viele nutzen sie als Glücksbringer, Fotomotiv oder Ausdruck der eigenen Ästhetik.
Wie sieht der echte Labubu aus?
Der klassische Labubu hat ein freches Grinsen mit kleinen Reißzähnen, große Augen, spitze Ohren und einen flauschigen Körper. Er wirkt wie ein Mischwesen aus Fabeltier, Kobold und Plüschtier – oft in wechselnden Outfits, Farben oder Themenwelten gestaltet. Seine Designs reichen von niedlich bis düster und wechseln je nach Edition.



