Pioniergeist, Risikobereitschaft, Innovationskraft: In kaum einer anderen Branche sind diese drei Aspekte so eng miteinander verknüpft wie im internationalen Motorsport. Hier werden Fahrzeuge ständig neugestaltet und -entwickelt, damit sie in einem harten Wettbewerb bis ans äußerste belastet werden können. Das sportliche Design der Fahrzeuge wird durch eine elastische selbstklebende Folie verstärkt, die gleichzeitig einen hohen Grad an Individualisierung ermöglicht.

Timo Bernhard gehört zu den erfolgreichsten Rennpiloten. Der Porsche-Werksfahrer hat während seiner Karriere fast alles an Siegen abgeräumt, was möglich war. Allein auf dem Nürburgring holte er fünf Mal den Gesamtsieg beim 24-Stunden-Rennen. Legendär ist zudem die Umrundung der Nürburgring-Nordschleife im Juni 2018, die er in nur 5,19 Minuten in einem 1.160 PS starken Porsche 919 Hybrid Evo hinlegte.

Rennpilot Timo Bernhard
Rennpilot Timo Bernhard. (Foto: Team 75 Motorsport)

Selbstklebende Folie – das Design zur Technik

Der weltweit erfolgreiche Sportwagenpilot leitet auch das KÜS Team 75 Bernhard, einen Motorsportstall, der ebenfalls auf die bewährte Automarke setzt. Das Team trat mit zwei Porsche 911 GT3 R im ADAC GT Masters an, einer der weltweit führenden Rennserien für Sportwagen der Klasse GT3. In harten Wettbewerben ringen hier etwa 30 Supersportwagen von acht Marken wie Porsche, Audi, Ferrari und Mercedes um die ersten Plätze, wobei Sekundenbruchteile über den Sieg entscheiden. Die optische Gestaltung der 550 PS starken Power-Fahrzeuge mit den Startnummern 17 und 18 realisierte Bernhard inhouse mit Klebefolie.

Zur Individualisierung der Sportwagen kamen digital bedruckte, elastische PVC-Folien zum Einsatz, die auf die dunkle Carbon-Karosserie der Wagen aufgebracht wurden: leichte Folien auf eine Leichtbaukarosse, schließlich wirkt sich jedes zusätzliche Gramm auf das Rennergebnis aus. Auch der LKW, der die Rennwagen und das Equipment zu den Veranstaltungen transportiert und vor Ort als Besprechungs- und Aufenthaltsbereich dient, ist mit Vinyl-Folie gestaltet und damit nach außen gut sichtbar dem erfolgreichen Rennsportteam zuzuordnen.

Individualisierung durch selbstklebende Folie

Die Individualisierung von Rennboliden ist im Motorsport gängige Praxis, denn sie lässt sich schnell, präzise und flexibel durch selbstklebende Folie realisieren. Vorteilhaft ist, dass während der Läufe beschädigte Fahrzeuge durch eine teilweise Erneuerung der Klebefolie schnell wieder in Form gebracht werden können. Das gilt auch für den Fall, dass einzelne Bauteile an den Fahrzeugen verändert werden müssen.

Selbstklebende Folie KÜS
Individualisierung von Rennwagen mit Hilfe von selbstklebende Folie. (Foto: Team 75 Motorsport)

Die Klebefolien machen eine zeit- und kostenintensive Komplettlackierung überflüssig und schonen wertvolle Ressourcen. Außerdem ist durch die Präsentation der Sponsoren auf dem Fahrzeug schnell zu erkennen, wer sich zum Motorsport bekennt und mit dazu beiträgt, Innovationen auf die Straße zu bringen.

Selbstklebende Folie – wie eine zweite Haut

Der Folienüberzug, der wie eine zweite Haut auf dem Fahrzeug sitzt, lässt sich rückstandsfrei von den Rennkarossen abziehen, wenn Änderungen im Erscheinungsbild gewünscht sind. So tritt die Außenhülle wieder unbeschädigt in ihrem ursprünglichen Zustand zu Tage: ein Vorteil, den auch viele Unternehmen zu schätzen wissen, die ihre Fahrzeugflotte CI-gerecht mit selbstklebenden Vinyl-Folien gestalten und nach einigen Jahren wieder zu einem guten Preis verkaufen können, nachdem die Beschichtung entfernt ist.

Ob Unternehmens- und Taxiflotten oder Rettungs- und Militärfahrzeuge: Durch die Folienbeschichtung lassen sich blasenfrei Akzente setzen, Fahrzeuge temporär individualisieren und anschließend wieder in ihren Originalzustand zurückversetzen.

Selbstklebende Folie KÜS
Auch aus der Vogelperspektive kann sich die Folierung sehen lassen. (Foto: Team 75 Motorsport)

Auch Porsche bietet die selbstklebende Folie an

Im nächsten Jahr startet Porsche übrigens auch in der Formel E, der ersten vollelektrischen Rennserie der Welt. Auch dort sollen Rennboliden mit Klebefolien an den Start gehen. Darüber hinaus bietet der Fahrzeughersteller seit kurzem den Folier-Dienst „Second Skin“ an. Porsche-Besitzer können ihren Wagen in vielen unterschiedlichen Designs folieren lassen, die von aktuellen Modetrends und den Klassikern des Motorsports inspiriert sind.