Für das 100-jährige Jubiläum der Bauhaus-Hochschule entwickelten Studierende im Rahmen des Projektes „Bauhaus.Oasen“ temporäre Mikroarchitekturen für verschiedene Orte in Weimar. Hier konnten sich Besucher im Jubiläumsjahr 2019 über Geschichte und Wirkung der renommierten Schule für Architektur und Design informieren.

Die Mikroarchitekturen sollten mit Bühne, Bar und Bänken ausgestattet sein und an relevanten Orten stehen, die mit dem Staatlichen Bauhaus in Weimar in Beziehung standen – also an den Wirkungs-, Wohn- und Repräsentationsorten der ehemaligen Bauhäusler sowie an aktuellen Adressen der Universität in Weimar.

Eingewebter Pavillon

Die Weberei war eine der erfolgreichsten und produktivsten Werkstätten am Bauhaus. Deshalb nutzten die Studierenden diese Handwerkskunst zur Gestaltung einer ihrer temporären Bauten. „Als zeitgenössische Interpretation haben wir gesponserte Textilbänder von Low & Bonar verwendet und einen der 1:1 Pavillons mit Möbeln in den Abmessungen des Gropius Zimmers eingewebt“, so Dr. Sabine Zierold, Architektin und Sprecherin des Studiengangs MediaArchitecture an der Bauhaus-Universität Weimar.

(Fotos: Bauhaus-Universität Weimar)

Dazu wurden die Traversen der temporären Konstruktion durch die Bänder horizontal miteinander verbunden. Beim Mobiliar aus Regalen und Bänken kamen senkrecht gespannte Bänder zum Einsatz. So entstand ein offener und gleichzeitig optisch abgeschlossener Raum, in dem die diagonale Linienstruktur der Traversen durch horizontal und vertikal angeordnete Streifen in Weiß und Grau belebt wird.

Bei dem von Low & Bonar für das Projekt gespendeten Material handelt es sich um Randstreifen von PVC-beschichteten Membranen, die bei der Produktion von Rollenware automatisch abgeschnitten werden. Die Membranen sind leicht, robust und witterungsbeständig: ein leistungsstarkes Material unter anderem zur Realisierung architektonisch anspruchsvoller Dächer großer Arenen und Stadien.

Mehr Informationen: www.uni-weimar.de, www.mehler-texnologies.com