Anish Kapoor und Pritzker-Preisträger Arata Isozaki haben eine mobile aufblasbare Konzerthalle aus PVC-beschichteten Membranen entwickelt. Sie kommt seit Jahren mit Konzerten zu den traumatisierten Menschen, die 2011 das verheerende Erdbeben und den Tsunami in Japan überlebt haben.

Die Idee zu dem mehr als außergewöhnlichen Musikprojekt namens LUCERNE FESTIVAL ARK NOVA hatten Michael Haefliger, Intendant des bekannten LUCERNE FESTIVAL für klassische Musik in der Schweiz, und der japanische Konzertagent Masahide Kajimoto. Die Ark Nova, übersetzt „neue Arche“, sollte ein Symbol für den kulturellen Wiederaufbau der betroffenen Erdbeben-Regionen sein.

Prominente Planer

Die aufblasbare Konzerthalle aus roten PVC-beschichteten Membranen ist ein Gemeinschaftswerk des britischen Künstlers Anish Kapoor und des japanischen Architekten Arata Isozaki. Kapoor ist unter anderem bekannt für seine überdimensionalen Membrangeschöpfe wie die rote Skulptur „Leviathan“ im Pariser Grand Palais. Isozaki erhielt erst 2019 die höchste Architektur-Auszeichnung, den seit 1979 jährlich vergebenen Pritzker-Preis.

(Fotos: LUCERNE FESTIVAL ARK NOVA)

Die Membranen werden etwa eine Stunde lang zu ihrer endgültigen Form aufgeblasen, so dass ein 18 Meter hoher und 36 Meter langer Konzertsaal für bis zu 500 Personen entsteht. Innen verbinden sich die miteinander verschweißten Membranen zu einem leuchtend roten Raum von linearer Struktur, von außen erinnert die auberginefarbene Skulptur an einen überdimensionalen Donut. Die aufblasbare Konzerthalle lässt sich in kurzer Zeit abbauen, an einen anderen Ort transportieren und dort wieder in Betrieb nehmen.

Nach Stationen in Matsushima, Sendai und Fukushima hatte die Konzerthalle im Herbst 2017 einen weiteren Auftritt im Zentrum von Tokio. Alle Eintrittsgelder und ein Teil des Kartenverkaufs kamen dem Wiederaufbau Ost-Japans nach dem verheerenden Naturereignis zugute, bei dem fast 20.000 Menschen starben.

Weitere Informationen unter www.lucernefestival.ch/de/lucerne-festival-ark-nova