Seit 1992 geht der Brite Alan Parkinson mit der Crew von Architects of Air und seinen Aufblas-Skulpturen Luminaria weltweit auf Tournee. Die begehbaren Labyrinthe aus farbigen PVC-Planen bieten Besuchern ein berauschendes Schauspiel aus Licht und Farben. 2016 schickte der Firmengründer sechs Luminaria auf Reisen, darunter das Ensemble „Katena“, das in Rennes bei einem Kunstfestival zu Gast war.

Ein Luminarium ist eine aufblasbare Installation aus ca. 20 unterschiedlich großen organisch geformten Kuppeln, Tunneln oder Kammern. Die Räume aus farbigen PVC-Planen sind miteinander verbunden und werden durch Luftschleusen von den Besuchern betreten, die dann auf Strümpfen die verschlungenen Wege und geheimnisvollen Höhlen erkunden. Belohnt werden sie von einem changierenden Farbschauspiel, wenn sich das Licht seinen Weg durch die transluzenten PVC-Planen bahnt. Parkinson sieht den Sinn seiner Installationen so auch in der Schönheit der vielfältigen Lichteffekte.

Kunstwerk aus Facetten

Der Name des neuesten Parkinson-Projektes „Katena“ leitet sich ab vom lateinischen Begriff für Kette „catena“ und steht für die kettenartige Aneinanderreihung der aufgeblasenen Räume. Herzstück der fast 43 Meter langen Anlage bildet die spektakuläre Hauptkuppel. Sie ist der Form eines Hindu-Tempels nachempfunden und im Gegensatz zu den kleineren zweifarbigen Kuppeln mit schnell wechselnden Farben auf kleinen Flächen gestaltet. So taucht der Besucher beim Betreten des Tempels in ein atemberaubendes Farbenmeer. Über 200 Farbflächen vereinigen sich durch das eindringende Licht zu einem faszinierenden facettenartigen Kunstwerk.

Reise um die Welt

Ob Berlin, Hongkong oder Sydney: Seit über 20 Jahren tourt Architects of Air mit den Luminaria um die Welt und hat mehr als drei Millionen Besucher verzaubert. Die Labyrinthe mit ihren verschlungenen Wegen stammen alle aus der Werkstatt des Firmengründers Alan Parkinson in Nottingham, der schon seit den 1980 er Jahren mit pneumatischen Skulpturen experimentiert. Häufig werden die modular aufgebauten Gebilde auf Festivals und anderen Großveranstaltungen als Publikumsmagnet eingesetzt, wobei sie sich flexibel an die jeweiligen räumlichen Gegebenheiten anpassen lassen. Nur etwa vier Stunden dauert es, die Aufblas-Konstruktion auszubreiten und sicher im Boden zu verankern, weitere 20 Minuten, die Räume zur vollen Größe aufzublasen.

Ein Raum zum Staunen

Viele Besucher nutzen das Luminarium zum Ausruhen und zur Meditation abseits des Alltags. Die besonderen Räume, die stündlich bis zu 200 Personen aufnehmen können, sind auch bestens auf den Besuch von Rollstuhlfahrern und älteren Menschen eingerichtet: ein wunderschöner Treffpunkt für alle Generationen und Kulturen.

www.architects-of-air.com

(Foto: Alan Parkinson)